Die größten Fitness-Irrtümer I

Beginnt die Fettverbrennung erst nach 30 Minuten?

Dieser Mythos hält sich hartnäckig, stimmt aber nicht ganz, denn der Körper verbrennt ab Trainingsbeginn Glukose als auch Fett. Allerdings wird während des Trainingsverlaufes der Glukosespeicher immer leerer, so dass der Körper als Ausgleich die Fettverbrennung noch mehr ankurbelt und die Fettverbrennung dann nach 20 bis 30 Minuten auf Hochtouren läuft.

 

Ist Muskelkater ein gutes Zeichen?

Wenn Sie am Tag nach dem Training die Muskeln spüren, heißt das nicht etwa, dass Sie ausreichend trainiert haben, sondern dass Sie Ihren Körper überfordert haben. Verletzungen und Entzündungsprozesse an den Muskelfasern sind Schuld an den harten, schmerzenden Muskeln. Die Verletzungen entstehen, wenn Muskelzellen durch ungewohnte Belastung überbeansprucht werden. Die Muskeln ermüden und können dann vor allem schnelle Abbremsbewegungen nicht mehr richtig abfedern – Ergebnis ist ein Mikrotraumata.

Wenn Sie Muskelkater haben, dann sollten Sie nicht gegen den Schmerz antrainieren, denn das verschlimmert den Zustand noch zusätzlich. Ratsam sind sanfte Bewegungen, die die Durchblutung fördern und so die Regenerationsprozesse beschleunigen. Gönnen Sie sich ein Bad oder gehen Sie mal wieder in die Sauna.

 

Lässt sich Fett gezielt in den Problemzonen verbrennen?

Leider hat der Körper einen festen Ablauf, wenn es um den Abbau von Fettreserven geht. Ein gezielter Fettabbau an den Problemzonen wie Bauch, Beine und Po ist demnach als letztes an der Reihe. Daher ist es kam möglich durch gezielte Übungen in diesen Bereichen Fett abzubauen. Zwar kann das Training den Stoffwechsel in den Problemzonen ankurbeln, aber der größte Teil der benötigten Energie holt sich der Körper nicht aus den Fettdepots vor Ort, sondern aus Speichern, wo sie schneller verfügbar ist. Also beispielsweise aus Gesicht und Dekolleté.

 

Ist Schwimmen gut für den Rücken?

Generell stärkt Schwimmen die Rückenmuskulatur, was vorteilhaft ist, um Verspannungen und Fehlhaltungen vorzubeugen. Menschen, die bereits unter Wirbelsäulenproblemen leiden, sollten aufs Brustschwimmen verzichten. Denn beim weit verbreiteten Brustschwimmen strecken die meisten den Hals, um Mund und Nase über Wasser zu halten. Dadurch wird die Halswirbelsäule beansprucht und belastet. Verspannungen und Verkrampfungen können sich dadurch ergeben. Auch falsch ausgeführte Beinbewegungen können Kniebeschwerden auslösen.

Zu empfehlen ist daher das Kraulen und das Rückenschwimmen, denn diese Haltungen sind optimal für den Rücken, denn der Körper liegt waagerecht im Wasser. Oder Sie verwenden eine Schwimmbrille, um beim Brustschwimmen untertauchen zu können und so die Wirbelsäule zu entlasten.

 

Nur beim Schwitzen nimmt man ab?

Durch Schwitzen kann nicht gemessen werden, wie intensiv man trainiert. Schwitzen bewirkt, dass der Körper abkühlt. Dabei werden Wasser und Mineralien abgegeben, nicht aber Kalorien. Oder nehmen Sie etwa in der Sauna ab?

 

Ist Dehnen überflüssig?

Dehnen ist äußerst wichtig, denn es beugt Verletzungen vor, erhöht die Durchblutung der Muskeln, dient der besseren Nährstoffversorgung, beschleunigt den Abtransport der Schlackenstoffe und beschleunigt die Muskelregeneration nach dem Sport. Wer sich also regelmäßig dehnt, fühlt sich fit und reduziert die Verletzungsgefahr. Die Muskeln bleiben geschmeidig und die Gelenke beweglich. 

 
pg - node/53